Jahresrueckblick2025

Es war das zweite Jahr im neuen Leben der Alten Scheune Satemin. Es war schön und es war so viel los an das wir uns gerne erinnern…

Als wir uns vor gut fünf Jahren entschlossen haben, die Scheune zu kaufen, zu sanieren und als einen Ort für Kunst, Handwerk und Kultur zu eröffnen, wussten wir nicht, ob das funktioniert. Zugegeben wussten wir auch nicht, auf was wir uns einlassen.
Wir sind freudig erstaunt darüber, wie viele Gäste sich lobend zum Gebäude äussern.

Danke sagen wir auch unseren Ausstellerinnen und Ausstellern. Ohne Eure Arbeiten wäre die Scheune ein schönes Denkmal, aber irgendwie leer. Wenn wir hören „ein Verkauf bei Euch freut mich ganz besonders“, dann freut uns das natürlich sehr. Wenn Gäste uns für die Auswahl der Aussteller loben, freut uns das auch für die Aussteller.

Lesungen, Konzerte, Bilderschauen und Ausstellungsführungen. Landpartie, Tag des offenen Denkmals, Wagen&Winnen. Die Zahl der Veranstaltungen ist inzwischen ganz beachtlich. Wir staunen selbst, wieviel es war! Das alles ginge nicht, ohne die Unterstützung von Freundinnen und Freunden und nicht ohne unsere Mitarbeiterinnen.

Wir sind in das Scheunenjahr 2025 mit einer rappelvollen Geburtstagsfeier gestartet. Wir hatten am 5. April, dem Tag der Richtfestes vor 188 Jahren, die Band „Volle Kanne“ eingeladen. Es war kühl und windig. Sehr windig und ziemlich kühl. Und plötzlich war der Hof voll. Die Stimmung war mehr als voll gut. Unsere Kaffeemaschine war dem Ansturm nicht gewachsen – seitdem haben wir eine zweite.

Zur Walpurgisnacht hat Rolf Dieckmann aus seinem neuen Wendland-Krimi „Die Hexen von Polkwitz“ gelesen. Der sechste Krimi aus seiner Feder, wir sind gespannt auf den siebten!

Zur Wendlandpartie Ende Mai hatten wir erstmals Birgit und Michael Jaffke von farbig+rostig zu Gast. Ihre Tiere und Objekte aus Schrott waren wirklich die Hingucker auf unserem Hof.
Drechsler Roland Früh hatte wieder seine Schauwerkstatt in unserem Neubau eingerichtet. Gerne zeigt er hier, wie seine Muskat- und Pfeffermühlen aus einem rohen Holzstück entstehen oder auch ein filigraner Holzstift.

Die Zeit zwischen Himmelfahrt und Pfingsten wird im Wendland gelegentlich als etwas trubelig empfunden. Auch bei uns war mehr los als sonst, aber wir hatten immer auch ruhige Ecken.

Ende Juni hatten wir die aus der Ukraine stammende Autorin Katja Petrowskaja zu Gast. Es war ein Abend über Bilder und- wie könnte es anders sein – ein Abend über den Krieg. Die Scheune war voll, es wurde ein bewegender Abend. Hier ein paar Bilder…


Die Alte Scheune Satemin soll auch ein Ort sein für gute und bewusste Ernährung. Gutes Essen wird durch guten Wein wunderbar ergänzt. Wir hatten Winzerin Christine Bernhard eingeladen, über ökologischen Weinbau zu erzählen. Es wurde ein schöner Abend mit regionalem Essen und Demeter-Weinen vom Weingut Pflüger aus der Pfalz.


Im Sommer saß eines Morgens das Grosse Grüne Heupferd beim Abwasch in der Küche. Natürlich haben wir das Tier wieder auf die Wiese gesetzt, aber es war Anlass für uns, mal etwas genauer auf die Wiese zu schauen, was da so krabbelt und flattert.


Um Tiere ging es auch in unserer Sonderausstellung: Ende Juli haben wir die grossformatigen Tierporträts von POGO aufgehängt. Mehrere Male hat POGO interessierte Besucherinnen und Besucher durch seine Ausstellung geführt.

Im September war die Scheune schon zum dritten Mal Teil des bundesweiten „Tag des offenen Denkmals“, organisiert von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz. Wir verstehen die Scheune als einen Ort für Information und Austausch. Unsere Führungen durch das Gebäude finden regen Zuspruch. Und oft kommen Interessierte um uns nach Tipps für den Umbau oder die Umnutzung eines alten Hauses zu fragen. Wir geben unsere Erfahrungen gerne weiter!
Gleichzeitig haben wir uns am regionalen Kulturfestival „Wagen&Winnen – Kunstperlen in Altmark und Wendland“ beteiligt. Hier ein paar Bilder von diesem Wochenende.


Mit einem Open Air Konzert von „Volle Kanne“ wollten wir in einen sonnigen Oktober starten. Das Wetter hat nicht mitgespielt, das Konzert musste in die Scheune verlegt werden. Die Band hatte wie wir die Sorge, ob das klappen kann oder zu laut wird. Es wurde ein tolles Konzert in einer rappelvollen Scheune, leider hatten wir nicht genügend Platz für alle Interessierten Zuhörerinnen und Zuhörer


Den Advent haben wir wieder mit einem Bilderabend von Helmut Schnieder begonnen. Seine Begeisterung für den nächtlichen Sternenhimmel ist ansteckend!
Für den Sommer haben wir mit Helmut eine Wanderung zur Milchstrasse verabredet. Bei Neumond im August…


Auch das schon eine Tradition: Anfang November kommt eine Gruppe mit ihren Pedersen-Fahrrädern zu Besuch.


Das Wochenende des vierten Advent haben wir diesmal mit einem Jazzkonzert eingeläutet. Die Scheune war ausverkauft beim Auftritt von „Easy Jazz Pack“. Ein toller Abend. Gäste und Musiker waren begeistert und wir auch.


Last but not least geht ein Dank an unsere (neuen) Partner und Freunde im Tourismus. Als wir begannen, uns über die Rettung der Scheune Gedanken zu machen, hatten wir einen Aspekt gar nicht im Blick, der uns jetzt aber grosse Freude macht. Die Scheune ist Teil des Wendland-Tourismus geworden. Die Gäste kommen wegen der Ruhe und der Landschaft in die Region. Aber auch wegen der Rundlingsdörfer mit ihrer Kulturlandschaft und der besonderen Architektur. Sie kommen auch wegen der Wölfe und wegen der schönen Rad- und Wandertouren. Und wir trauen uns zu sagen: auch die Alte Scheune Satemin ist inzwischen zu einem beliebten Ziel geworden.

Wir wünschen Dir, Euch und Ihnen alles Gute für das neue Jahr!
Brigitte Fehrle und Andreas Schoelzel