Der ukrainische Journalist und Schriftsteller Maksym Eristavi ist am 26.6.2026 um 19.00 in der Alten Scheune Satemin zu Gast. Er liest aus seinem illustrierten Handbuch Russischer Kolonialismus und wird darüber sprechen, warum dieses Thema ihn schon lange beschäftigt. In seinem Buch gibt er einen ersten Einblick in 48 russische Invasionen, die seit 1911 stattgefunden haben.
Moderation: Rebecca Harms
Eintritt: € 10,–

Über das Buch: Alles begann mit einem Twitter-Thread von Maksym Eristavi. In ihm hat der Journalist die Geschichte russischer Gewalt und kolonialer Strukturen dargelegt und in die breite Öffentlichkeit getragen. Aus dem Thread ist ein Buch entstanden. Anhand persönlicher Erfahrungen und der künstlerischen Aufarbeitung historischer Fakten macht es sichtbar, was viele übersehen: dass Putins Krieg gegen die Ukraine kein Einzelfall ist, sondern Teil der jahrhundertealten Strategie einer Kolonialmacht.
Mit Illustrationen von Levan Eristavi in Zusammenarbeit mit einer Gruppe ukrainischer Künstlerinnen und Künstler.
„Eine Formel. Dutzende Invasionen. Millionen Stimmen vor uns wurden ermordet oder assimiliert, ohne ihre Geschichten erzählen zu können. Das russische Kolonialreich hat sich über Jahrhunderte offen vor unseren Augen versteckt. Wir haben überlebt, um es zu entlarven. Wir haben überlebt, um dem Imperium mit Fakten die Stirn zu bieten.“ (Maksym Eristavi)
Maksym Eristavi wuchs in der Stadt Saporischschja in der Ukraine auf und lebt seit vielen Jahren in Prag. Er gehört zu den Initiatoren der Kyjiw Pride. 2014 war er unter denen, die den unabhängigen Rundfunk- und Fernsehsender Hromadske TV gründeten. Er hat auch die ehemalige Europaabgeordnete Rebecca Harms zur Ukraine und zu Osteuropa beraten. Sie wird den Abend moderieren.
Die Veranstaltung ist Teil einer Reihe von Lesungen und Gesprächen mit Gästen aus der Ukraine, die im Jahr 2026 in der Alten Scheune in Satemin und an der Leuphana in Lüneburg stattfinden.




